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<title>Hermaphroditismus</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Hermaphroditismus</span></h1>
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<p><b>Hermaphroditismus</b> (griechisch von <a href="Hermes" title="Hermes">Hermes</a> und <a href="Aphrodite" title="Aphrodite">Aphrodite</a>, siehe dazu <a href="Hermaphroditos" title="Hermaphroditos">Hermaphroditos</a>), <b>Zwittrigkeit</b> oder <b>Zwittertum</b> bezeichnet in der <a href="Biologie" title="Biologie">Biologie</a> den Zustand von doppeltgeschlechtlichen Individuen, also Individuen einer Art mit <a href="M%C3%A4nnliches_Geschlecht" title="Männliches Geschlecht">männlicher</a> und <a href="Weibliches_Geschlecht" title="Weibliches Geschlecht">weiblicher</a> Geschlechtsausprägung, die sowohl männliche als auch weibliche <a href="Keimzellen" class="mw-redirect" title="Keimzellen">Keimzellen</a> bzw. <a href="Geschlechtsorgan" title="Geschlechtsorgan">Geschlechtsorgane</a> bilden.
</p><p>Vorstellungen von Zweigeschlechtlichkeit außerhalb der Biologie (z.&nbsp;B. in <a href="Psychologie" title="Psychologie">Psychologie</a>, <a href="Mythologie" title="Mythologie">Mythologie</a>) werden als <a href="Androgynie" title="Androgynie">Androgynie</a> bezeichnet.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Etymologie_und_Wortgeschichte">Etymologie und Wortgeschichte</h2></div>

<p>Das Wort <i>Hermaphrodit</i> („zweigeschlechtliches Wesen“) leitet sich von <a href="Hermaphroditos" title="Hermaphroditos">Hermaphroditos</a> ab, einer Figur aus der <a href="Griechische_Mythologie" title="Griechische Mythologie">griechischen Mythologie</a>. <a href="Ovid" title="Ovid">Ovid</a> beschrieb in seinen <i><a href="Metamorphosen_(Ovid)" title="Metamorphosen (Ovid)">Metamorphosen</a></i>, wie aus dem Sohn <a href="Aphrodite" title="Aphrodite">Aphrodites</a> und <a href="Hermes" title="Hermes">Hermes</a>’ durch die feste Umarmung der verliebten Nymphe <a href="Salmakis" title="Salmakis">Salmakis</a> ein zweigeschlechtliches Wesen entstand, und deutet dies als <a href="%C3%84tiologie_(Medizin)" title="Ätiologie (Medizin)">Ätiologie</a> der Zwitterbildung.
</p><p>Im <a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">Englischen</a> sind im 18. Jahrhundert als korrumpierte Formen von engl. <i><span lang="en">hermaphrodite</span></i> auch <i><span lang="en">mophrodite</span></i> und (durch <a href="Metathese_(Phonetik)" title="Metathese (Phonetik)">Metathese</a>) <i><span lang="en">morphodite</span></i> entstanden, wovon die letztere Form noch besonders in <a href="Umgangssprache" title="Umgangssprache">Umgangssprache</a> und <a href="Jargon" title="Jargon">Slang</a> zur Bezeichnung einer zweigeschlechtlichen Person, einer Person mit unbestimmter Geschlechtszugehörigkeit oder einer <a href="Homosexualit%C3%A4t" title="Homosexualität">homosexuellen</a> Person gebräuchlich ist.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In deutschen Übersetzungen aus dem Englischen wird <i>morphodite</i> mit <i>Morphodit</i> wiedergegeben, das im Deutschen ansonsten aber nicht gebräuchlich ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hermaphroditismus_bei_Pflanzen">Hermaphroditismus bei Pflanzen</h2></div>
<p>Insbesondere im <a href="Flora" title="Flora">Pflanzenreich</a> ist die <i>Zwittrigkeit</i> weit verbreitet. Bei <a href="Samenpflanzen" title="Samenpflanzen">Samenpflanzen</a> unterscheidet man zwei Arten der Zwittrigkeit: <a href="Einh%C3%A4usig" class="mw-redirect" title="Einhäusig">Einhäusige</a> Pflanzen haben auf einer Pflanze sowohl männliche (staminate) als auch weibliche (karpellate) Blüten (beispielsweise <a href="Zucchini" title="Zucchini">Zucchini</a>), echt zwittrige Pflanzen haben nur eine Art von Blüten (staminokarpellate, Staubblattfruchtblattblüten), in denen sich gleichzeitig männliche und weibliche Geschlechtsorgane befinden. Über verschiedene Strategien, etwa unterschiedliche abwechselnde Blütezeiten von männlichen und weiblichen Blüten an einem Exemplar (Bestäubung dann eines anderen Exemplars mit anderem Blührhythmus) oder mithilfe von <a href="Fremdbest%C3%A4ubung#Mechanismen_zur_Förderung_der_Fremdbestäubung" title="Fremdbestäubung">Mechanismen zur Förderung der Fremdbestäubung</a> oder auch durch <a href="Selbstinkompatibilit%C3%A4t_bei_Pflanzen" title="Selbstinkompatibilität bei Pflanzen">Selbstinkompatibilität</a> wird eine <a href="Autogamie" title="Autogamie">Eigenbefruchtung</a> bei den meisten Pflanzenarten vermieden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hermaphroditismus_bei_Tieren">Hermaphroditismus bei Tieren</h2></div>
<p>Im Tierreich lassen sich drei unterschiedliche Arten von Hermaphroditismus unterscheiden, von denen eine nur vorgetäuscht ist:
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Dichogamie:_Änderung_des_Geschlechtes_im_Laufe_des_Lebenszyklus"><span id="Dichogamie:_.C3.84nderung_des_Geschlechtes_im_Laufe_des_Lebenszyklus"></span>Dichogamie: Änderung des Geschlechtes im Laufe des Lebenszyklus</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Dichogamie" title="Dichogamie">Dichogamie</a></i></div>
<p>Als konsekutive Zwitter ändern diese Tiere ihr Geschlecht im Laufe ihrer Entwicklung und produzieren daher im Laufe ihres Lebens sowohl männliche Keimzellen als auch weibliche Eizellen. Je nachdem welche Keimdrüsen zuerst Keimzellen produzieren, spricht man entweder von Proterandrie, für Tiere die zunächst männlich sind oder, bei Tieren die zuerst weiblich sind von Proterogynie oder Erstweiblichkeit. Durch Dichogamie wird <a href="Autogamie" title="Autogamie">Autogamie</a> (bzw. Selbstbefruchtung) vermieden und damit die gegenseitige Befruchtung gefördert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Proterandrie">Proterandrie</h4></div>


<p>Unter Proterandrie oder Erstmännlichkeit versteht man eine Geschlechtsumwandlung vom männlichen, Spermien produzierenden Individuum zum weiblichen, Eizellen produzierenden Tier im Laufe des Lebenszyklus.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei allen konsekutiven Zwittern stellt die meist vollständige Umwandlung eines Geschlechts in das andere den Normalfall dar. Es ist deutlich häufiger, dass diese Tiere zuerst männlich sind und später – meist nach weiterem Wachstum – weiblich werden. Neben Größe und Gewicht spielen aber auch Stoffwechselprozesse, interne Rangordnung und Konkurrenzdruck eine Rolle.
</p><p>Proterandrie kommt bei vielen <a href="Plattw%C3%BCrmer" title="Plattwürmer">Plattwürmern</a>, <a href="Ringelw%C3%BCrmer" title="Ringelwürmer">Ringelwürmern</a>, zahlreichen <a href="Schnecken" title="Schnecken">Schnecken</a> und <a href="Manteltiere" title="Manteltiere">Manteltieren</a> vor, sowie auch bei einzelnen Nesseltieren (z.&nbsp;B. der <a href="Kompassqualle" title="Kompassqualle">Kompassqualle</a>), Gliederfüßern (wie <a href="Buckelfliegen" title="Buckelfliegen">Buckelfliegen</a>) und <a href="Stachelh%C3%A4uter" title="Stachelhäuter">Stachelhäutern</a> wie <a href="Seesterne" title="Seesterne">Seesternen</a> vor. Mit zunehmendem Alter bilden sich bei diesen Tieren allmählich mehr und mehr weibliche Geschlechtsteile aus, während sich die männlichen Geschlechtsteile zurückbilden. Schließlich wird das Tier weiblich und produziert selbst Eizellen. Proterandrie ist viel häufiger als Proterogynie. Dies ist verständlich, denn für die männliche Phase (Produktion winziger Spermien) genügt eine geringere Körpergröße als für die weibliche Phase (Produktion dotterhaltiger, meist großer Eizellen).<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei <a href="Anemonenfische" title="Anemonenfische">Anemonenfischen</a> (wie dem <a href="Echter_Clownfisch" title="Echter Clownfisch">echten Clownfisch</a>) kommen alle Fische männlich zur Welt, wobei anfangs nicht klar ist, ob sie jemals geschlechtsreif oder weiblich werden. Der älteste, größte und ranghöchste Fisch einer Gemeinschaft ist immer das Weibchen, während der nächste in der Rangordnung das begattende Männchen ist. Keiner der übrigen männlichen Junggesellen ist geschlechtsreif. Nach dem Tod des Weibchens wird das geschlechtsreife Männchen weiblich und übernimmt die Führung der Gruppe.
Der nächste Junggeselle wird zum geschlechtsreifen Männchen.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Geschlechtsreife und der Geschlechtswechsel werden durch das unter Stress ausgeschüttete Hormon <a href="Cortisol" title="Cortisol">Cortisol</a> unterdrückt. Das weibliche Leittier übt durch sein Verhalten Stress auf die Junggesellen seines Harems aus und verhindert dadurch den Umwandlungsprozess.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch <a href="Kugelfische" title="Kugelfische">Kugelfische</a> sind ein Beispiel für Erstmännlichkeit und können im Laufe des Lebenszyklus zu weiblichen Tieren werden.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Plattw%C3%BCrmer" title="Plattwürmer">Plattwürmer</a>, zu denen die <a href="Strudelw%C3%BCrmer" title="Strudelwürmer">Strudelwürmer</a>, <a href="Saugw%C3%BCrmer" title="Saugwürmer">Saugwürmer</a> und die <a href="Bandw%C3%BCrmer" title="Bandwürmer">Bandwürmer</a> zählen, sind fast immer Zwitter, die über einen hochkomplizierten und umfangreichen Geschlechtsapparat verfügen. Die männlichen <a href="Gonade" title="Gonade">Gonaden</a> kommen in der Regel zuerst zur Reife und sichern somit die Möglichkeit einer inneren Besamung mit meist wechselseitiger Begattung. Auch Autokopulation ist von Bandwürmern bekannt.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Proterogynie">Proterogynie</h4></div>
<p>Seltener als Proterandrie ist die sogenannte Proterogynie oder Erstweiblichkeit, bei der die weiblichen Eizellen reifen, bevor dasselbe Tier männliche Samenzellen produziert.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch einige Wirbeltierarten vollziehen eine entwicklungsbedingte <a href="Geschlechtsumwandlung" title="Geschlechtsumwandlung">Geschlechtsumwandlung</a>, z.&nbsp;B. einige <a href="Meer" title="Meer">marine</a> <a href="Barschverwandte" title="Barschverwandte">Barschverwandte</a>, einschließlich <a href="S%C3%A4gebarsche" title="Sägebarsche">Sägebarschen</a> und <a href="Meerbrassen" title="Meerbrassen">Meerbrassen</a>. Aber auch <a href="Kiemenschlitzaale" title="Kiemenschlitzaale">Kiemenschlitzaale</a>, <a href="Papageifische" title="Papageifische">Papageifische</a>, <a href="Grundeln" title="Grundeln">Grundeln</a> und <a href="Gro%C3%9Fkopfschnapper" title="Großkopfschnapper">Großkopfschnapper</a> sind Beispiele für Proterogynie.
</p><p>Bei <a href="H%C3%B6here_Krebse" title="Höhere Krebse">Krebstieren</a> sind <a href="Asseln" title="Asseln">Asseln</a> ein Beispiel für Erstweiblichkeit.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hermaphroditismus">Hermaphroditismus</h3></div>

<p>Wenn Tiere gleichzeitig sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane ausbilden, nennt man sie auch Simultanzwitter.
</p><p><a href="Regenw%C3%BCrmer" title="Regenwürmer">Regenwürmer</a> sind echte Zwitter, d.&nbsp;h. sie besitzen sowohl männliche Geschlechtsorgane (<a href="Hoden" title="Hoden">Hoden</a>) als auch einen weiblichen <a href="Eierstock" title="Eierstock">Eierstock</a>. In Ausnahmefällen sind sie dazu in der Lage, sich selbst zu befruchten. Normalerweise suchen sie sich aber einen Partner, mit dem sie sich paaren und ihre Samenzellen austauschen. Bei der Paarung legen sich die beiden Partner in entgegengesetzter Richtung mit den als „Gürtel“ erkennbaren Verdickungen so aneinander, dass diese sich mit ihren <a href="Receptaculum_seminis" title="Receptaculum seminis">Samentaschen</a> gegenüber liegen. Um den Samenaustausch zu erleichtern, produzieren die Drüsen der Gürtelzone Schleim. Die Spermien werden so lange in der Samentasche aufbewahrt, bis die Eizellen herangereift sind und befruchtet werden können.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Pseudohermaphroditismus">Pseudohermaphroditismus</h3></div>

<p>Dabei handelt es sich um eine Form von unechter Zwittrigkeit, die beispielsweise bei <a href="T%C3%BCpfelhy%C3%A4ne" title="Tüpfelhyäne">Tüpfelhyänen</a> zu beobachten ist. Hier ist das ranghöchste Tier stets ein Weibchen, vom Verhalten her ist es jedoch so aggressiv wie die Männchen. Außerdem sind die Weibchen nicht nur größer als die Männchen, insbesondere ranghohe Tiere haben auch eine extrem vergrößerte Klitoris, die in Form eines Pseudopenis sichtbar ist. Die Maskulinisierung ist optisch so überzeugend, dass die Unterscheidung zwischen echten Männchen und weiblichen Tieren mit vermännlichtem Genitaltrakt mitunter fast unmöglich ist.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mitunter wurde jungen Hyänen in Zoos daher bereits das falsche Geschlecht zugewiesen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Zellenhermaphroditismus">Zellenhermaphroditismus</h2></div>
<p>In der <a href="Zellbiologie" title="Zellbiologie">Zellbiologie</a> kam Ende des 19. Jahrhunderts die Theorie des Hermaphroditismus von Zellen auf, weil man zwar im <a href="Mikroskop" title="Mikroskop">Mikroskop</a> sehen konnte, dass die vermuteten weiblichen und männlichen Erbanlagen zu gleichen Teilen auf die erste embryonale Zelle übertragen werden, aber die Entdeckung des geschlechtsbestimmenden <a href="Geschlechtschromosom#XY/XX-System" class="mw-redirect" title="Geschlechtschromosom">XY/XX-Systems</a> erst 1905 durch <a href="Edmund_B._Wilson" title="Edmund B. Wilson">Edmund B. Wilson</a> und <a href="Nettie_Stevens" title="Nettie Stevens">Nettie Stevens</a> erfolgte.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="In_der_Literatur">In der Literatur</h2></div>
<p>Der Begriff Morphodit wird z.&nbsp;B. von <a href="Harper_Lee" title="Harper Lee">Harper Lee</a> in ihrem Roman <i><a href="Wer_die_Nachtigall_st%C3%B6rt" title="Wer die Nachtigall stört">Wer die Nachtigall stört</a></i> (<i>To Kill a Mocking Bird</i>) aus dem Jahr 1960 verwendet:
</p>
<ul><li>Im 8. Kapitel bauen Jem und Scout aus Erde und dem spärlichen Schnee einen Schneemann, der zunächst Mr. Avery allzu ähnlich sieht. Diese Ähnlichkeit versucht Jem durch Zugabe von Merkmalen Miss Maudies zu verschleiern – nun ist der Schneemann, so drückt Miss Maudie es aus, „ein absoluter Morphodit“.</li>
<li>Im 14. Kapitel plappert Scout den ihr unbekannten Begriff nach, als sie Jem anschreit: „Du verdammter Morphodit, ich bringe dich um!“</li></ul>
<p>Den Begriff Morphodit verwendet auch der Science-Fiction-Schriftsteller M. A. Foster in seiner Morphodit-Trilogie (<i>The Morphodite Trilogy</i>), die aus den Bänden <i>Der Morphodit</i> (<i>The Morphodite,</i> 1981), <i>Der Transformer</i> (<i>Transformer,</i> 1983) und <i>Der Bewahrer</i> (<i>Preserver,</i> 1985) besteht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="In_der_Medizin">In der Medizin</h2></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Drittes_Geschlecht" title="Drittes Geschlecht">Drittes Geschlecht</a> und <a href="Neutrois" class="mw-redirect" title="Neutrois">Neutrois</a></div>
<div class="float-right hintergrundfarbe1 infobox-container" style="border:0.2ex solid #CCCCCC; margin:0.2ex 0.5ex;">
<table class="infobox toptextcells" style="border-collapse:collapse; font-size:90%; padding:0; width:280px; line-height:130%;">

<tbody><tr class="darkmode-hintergrundfarbe-basis">
<th colspan="2" style="background:#99CCFF; color:#202122; text-align:center; font-size:115%; border:2px solid #99CCFF;">Klassifikation nach <a href="ICD-10" title="ICD-10">ICD-10</a>
</th></tr>
<tr>
<td style="min-width:8ex;">Q56
</td>
<td>Unbestimmtes Geschlecht und Pseudohermaphroditismus
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{02-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{03-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{04-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
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<td>
</td>
<td>{{{05-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
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<td>
</td>
<td>{{{06-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{07-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
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<td>
</td>
<td>{{{08-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{09-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{10-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{11-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{12-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{13-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{14-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{15-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{16-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{17-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{18-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{19-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td>
</td>
<td>{{{20-BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr style="display:none;">
<td><span style="display:none;">Vorlage:Infobox ICD/Wartung</span>
</td>
<td>{{{21BEZEICHNUNG}}}
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="border-top:0.2ex solid #CCCCCC; padding:.4ex 1ex .4ex 0; text-align:center; vertical-align:top;"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://klassifikationen.bfarm.de/icd-10-who/kode-suche/htmlamtl2019/index.htm">ICD-10 online (WHO-Version 2019)</a>
</td></tr></tbody></table><div style="display:none;"></div></div>
<div class="float-right hintergrundfarbe1 infobox-container" style="border:0.2ex solid #CCCCCC; margin:0.2ex 0.5ex;">
<table class="infobox toptextcells" style="border-collapse:collapse; font-size:90%; padding:0; width:280px; line-height:130%;">

<tbody><tr class="darkmode-hintergrundfarbe-basis">
<th colspan="2" style="background:#99CCFF; color:#000000; text-align:center; font-size:115%; border:2px solid #99CCFF;">Klassifikation nach <a href="ICD-11" title="ICD-11">ICD-11</a>
</th></tr>
<tr>
<td style="min-width:8ex;">LD2A.0
</td>
<td>Ovotestikulare Störungen der Sexualentwicklung
</td></tr>


























































<tr>
<td colspan="2" style="border-top:0.2ex solid #CCCCCC; padding:.4ex 1ex .4ex 0; text-align:center; vertical-align:top;">ICD-11: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://icd.who.int/browse/latest-release/mms/en">Englisch</a> • <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bfarm.de/DE/Kodiersysteme/Klassifikationen/ICD/ICD-11/uebersetzung/_node.html">Deutsch (Entwurf)</a>
</td></tr></tbody></table>
</div>
<p>Beim Menschen kommt der echte <i>Hermaphroditismus</i> (gleichzeitiges Vorliegen von Hoden- und Ovarialgewebe)<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sehr selten vor. Es ist hierbei die seltenste Form einer Störung der Geschlechtsentwicklung (<i>disorders of sex development</i>, DSD) und wird mittlerweile als „ovotestikuläres Syndrom“ bezeichnet.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Schätzungsweise tritt sie bei einer von 100.000 Lebendgeburten auf, bis 1991 wurden etwa 500 Fälle dokumentiert.
</p><p>Ein <a href="Pseudohermaphroditismus" title="Pseudohermaphroditismus">Pseudohermaphroditismus</a> des Menschen wird als <a href="Intersexualit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Intersexualität">Intersexualität</a> bezeichnet.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Dichogamie" title="Dichogamie">Dichogamie</a> (Proterandrie, Proterogynie, Protogynie)</li>
<li><a href="Futanari" title="Futanari">Futanari</a>; japanischer Begriff für ‚Hermaphroditismus‘, schließt ‚<a href="Androgynie" title="Androgynie">Androgynie</a>‘ mit ein</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/zwittrigkeit/72243"><i>Zwittrigkeit</i></a>, Lexikon der Biologie</li>
<li><a href="Luc_Brisson" title="Luc Brisson">Luc Brisson</a>: <i>Le sexe incertain. Androgynie et hermaphrodisme dans l'Antiquité gréco-romaine</i> (Vérité des mythes. Sources). Les Belles Lettres, Paris 1997.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Hermaphrodites?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Hermaphroditen</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Hermaphrodit" class="extiw external" title="wikt:Hermaphrodit">Wiktionary: Hermaphrodit</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
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<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/proterandrie/54202"><i> Lexikon der Biologie: Proterandrie</i></a> abgerufen am 22. Juni 2021 (englisch).</span>
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=https%3A%2F%2Fwww.zdf.de%2Fdokumentation%2Fzdfinfo-doku%2Fbig-pacific-der-leidenschaftliche-ozean-102.html">Original</a></span> am <span style="white-space:nowrap;">29.&nbsp;Juni 2021</span><span style="display:none">;</span><span class="Abrufdatum" style="display:none"> abgerufen am 12.&nbsp;Januar 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AHermaphroditismus&amp;rft.title=Big+Pacific%3A+Der+leidenschaftliche+Ozean+%283%2F4%29&amp;rft.description=Big+Pacific%3A+Der+leidenschaftliche+Ozean+%283%2F4%29&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20210629032107%2Fhttps%3A%2F%2Fwww.zdf.de%2Fdokumentation%2Fzdfinfo-doku%2Fbig-pacific-der-leidenschaftliche-ozean-102.html&amp;rft.date=2020-09-30&amp;rft.source=https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/big-pacific-der-leidenschaftliche-ozean-102.html">&nbsp;</span></span>
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<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
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Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4117739-3">4117739-3</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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